Musik bringt Menschen zum Tanzen – ganz gleich, ob mit Glitzerhemd, Lederjacke oder Neonarmband. Seit den 70ern hat jede Ära ihren ganz eigenen Beat geliefert, der Clubs, Tanzsäle und Festivalwiesen zum Beben brachte. Ich bediene mich aller Facetten der jeweiligen Zeit, je nach Wunsch der Gastgeber und Laune der Gäste. Macht euch bereit für eine Zeitreise durch fünf Jahrzehnte tanzbarer Musik – auch mit einem kräftigen Schuss deutscher Beats!
In den 70ern glitzerten nicht nur die Discokugeln – auch die Schlaghosen wippten im Takt. Die Welt tanzte zu Bee Gees – “Stayin’ Alive” und Chic – “Le Freak”, während in Deutschland Boney M. mit “Daddy Cool” und “Rasputin” die Diskotheken beherrschte.
Und dann war da natürlich der Schlager, der nie fehlte: Marianne Rosenberg – “Er gehört zu mir” oder Dschinghis Khan – “Moskau” brachten pure Tanzlaune auf's Parkett. Parallel groovte Funk mit James Brown oder Earth, Wind & Fire – der Rhythmus war König, und der Hüftschwung Pflicht.
Die 80er waren ein bunter Tanzmix aus globalem Pop und deutscher Selbstfindung. International feierten wir mit Michael Jackson – “Billie Jean”, Prince – “Kiss” und Madonna – “Into the Groove”.
Doch in Deutschland tobte eine ganz eigene Neue Deutsche Welle. Frech, schrill und tanzbar – Nena – “99 Luftballons”, Falco – “Der Kommissar” und Ideal – “Blaue Augen” brachten deutschen Pop in die Diskos.
Gleichzeitig sorgte der NDW-Fun-Punk für lockere Hüften: “Skandal im Sperrbezirk” von der Spider Murphy Gang oder “Major Tom (völlig losgelöst)” von Peter Schilling waren Hymnen, zu denen man einfach tanzen musste – egal, ob auf der Tanzfläche oder im Partykeller.
Die 90er waren das Jahrzehnt der Beats – und der Club wurde zur Kirche. Mit Snap! – “Rhythm Is a Dancer”, Culture Beat – “Mr. Vain” oder La Bouche – “Be My Lover” pulsierte der Dancefloor im Stroboskoplicht.
Parallel dazu entdeckte Deutschland den modernen Deutschrock neu: Die Toten Hosen – “Zehn kleine Jägermeister”, Die Ärzte – “Schrei nach Liebe” oder Herbert Grönemeyer – “Mensch” (ja, 2002, aber im Geiste 90er) füllten Hallen und sorgten für tanzbaren Rock mit Haltung.
Und natürlich: Pur – “Abenteuerland” und Westernhagen – “Willenlos” wurden zu kollektiven Mitsingmomenten.
Ob in Clubs, Zelten oder beim Stadtfest – Hauptsache, man konnte die Arme hochreißen.
Die 2000er mischten die Genres kräftig durch. International dominierten Daft Punk – “One More Time”, Usher – “Yeah!” und Lady Gaga – “Just Dance”.
In Deutschland wuchs parallel eine neue Partykultur: vom Ballermann-Schlager bis zum Rockfestival. DJ Ötzi – “Hey Baby”, Peter Wackel – “Joana” und Mickie Krause – “Schatzi schenk mir ein Foto” lieferten den Soundtrack zu durchgetanzten Nächten wie auch der legendäre Pur - "Party-Hitmix"..
In den 2010ern zogen elektronische Beats weltweit ihre Kreise. Avicii – “Wake Me Up”, Calvin Harris – “Summer” und David Guetta – “Titanium” lieferten Hymnen für Festivalnächte.
Gleichzeitig wurde in Deutschland Pop wieder poetisch – und tanzbar: Mark Forster – “Au Revoir”, Clueso – “Neuanfang” oder Lena – “Traffic Lights” verbanden Textgefühl mit rhythmischem Flow.
Und im Rockbereich hielten Die Toten Hosen und Die Ärzte unerschütterlich die Fahne hoch – Tanzfläche, Bierbank, ganz egal.
Heute tanzen wir in einer Welt, in der alles erlaubt ist. Pop greift wieder auf Disco und Funk zurück – Dua Lipa – “Don’t Start Now” oder The Weeknd – “Blinding Lights” klingen wie 1984 auf Speed.
Gleichzeitig bringen deutsche Acts neuen Glanz auf die Tanzflächen: Nina Chuba – “Wildberry Lillet”, Apache 207 – “Roller” oder Lea & 01099 – “Komm mit” kombinieren Pop, Rap und elektronische Grooves.
Und ja, der neue Schlager tanzt auch wieder mit: Helene Fischer – “Atemlos durch die Nacht” ist längst ein Evergreen – egal ob in der Dorfhalle oder beim Stadtfest.
Musikwünsche sind mir super willkommen, ja, ich möchte sogar welche haben!
Allerdings spiele ich nur Wünsche, die tanzbar sind und ich erlaube mir, sie dann zu spielen, wenn es passt. Ist mit den Gastgebern abgesprochen, dass bestimmte Sachen in jedem Fall unerwünscht sind, dann halte ich mich daran.
Ich halte nicht viel von "Wunschzetteln", die für die Gäste ausgelegt werden, mehr von direkter Wunschäußerung im Dialog, damit ich auch ein kurzes Feedback geben kann.